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Hamid Skif, Geografie der Angst, Edition Nautilus, Hamburg 2007, aus dem Französ. V. Andreas Münzner, 160 S., Euro 16,- |
Der Autor wurde 1951 in Algerien geboren, gründete 1992 die algerische Journalistenvereinigung mit und erhielt nach einem gegen ihn verübten Mordanschlag 1997 von der Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte ein Aufenthaltsstipendium in Deutschland. Sein aktueller Roman „Geografie der Angst“ erhielt zwei hochrangige Preise in Frankreich und liegt jetzt erstmals auf Deutsch vor. Sein Thema: der lebensbedrohliche Weg über die Berge, geführt von Schleppern, und die anschließende ständige Bedrohung als Illegaler. Betreut von einem Studenten, wird dessen uneigennütziger Eigennutz bald zur nächsten Bedrohung, die ihn von einer möglichen Eingliederung abzuhalten droht. In seinem einsamen Dachexil erinnert er die Schlepper, die Polizisten, Frauen und Folterer aus seinem Leben – ein bedrückender Roman, halb in einer unbeschriebenen Zukunft angesiedelt, halb in der düsteren Jetztzeit zu lokalisieren, in der Festung Europa.