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Kiran Nagarkar, Sieben mal sechs ist dreiundvierzig, A1 Verlag, 360 S., Euro 22,80

Bereits 1974 veröffentliche der indische Schriftsteller seinen epischen Bildungsroman „7x4=43“, der sofort zum Skandal wurde und ihn veranlasste, erst einmal das Schreiben aufzugeben. Held des Romans ist der 30jährige Kushank aus Mumbai, der hier sein Leben, seine Welt voller Frauen und Freunde entfaltet, Aroti, Chandani, Raghu, der Entwicklungsnothelfer. Kushank, immer auf der Suche nach sich selbst, in einer Welt zwischen Hunger und Armut, Schönheit und Anmut, ein prosaischer Liebesbrief an das Leben, an eine Verflossene, erzählt von einem wilden Durcheinander, ursprünglich in verschiedenen Sprachen verfasst, denn das ist der indische Alltag. Bei mehr als vierzehn Sprachen ist Englisch die einzige Gemeinsamkeit, manchmal auch Hindu, und jede Sprache steht offenbar für eine Erlebniswelt. Aber diese Feinheit ist nicht mit übersetzt – hätte eh die Verwirrung noch weiter gesteigert, die von diesem grandiosen Roman ausgeht!

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