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Helvetica, Homage to a Typeface, Hg. Lars Müller, 12 x 16 cm, 256 Seiten, 800 Abbildungen, englische Auflage, Softcover,
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Kleinformatig, einfärbig rot, mit einem weissen „H“ in der Mitte kommt das kleinformatige Buch daher. Von der Ferne ist die Ähnlichkeit des Covers mit der Schweizer Flagge nicht von der Hand zu weisen. Nicht zuletzt ist die Helvetica die einzige erfolgreiche Schrift, die nach einem Land benannt ist. Von Designern seit ihrer Erfindung 1957 immer wieder zur Kultschrift erklärt, später als normierte, verbrauchte Schrift verdammt, hat sich die Helvetica nach der Akzidenz Grotesk als erfolgreichste Schrift des 20. Jahrhunderts ihren Platz in der Schriftgeschichte gesichert. Neutral und funktional bietet sie dem Designer eine vielseitig benutzbare, sachliche Gestaltungsbasis, die man einfach mit jedem gewünschten Charakter aufladen kann. Wie unterschiedlich sie eingesetzt werden kann, zeigen die unzähligen Beispiele in diesem Typobilderbuch vom Logo der UNO über Klassiker wie dem Erscheinungbild von Knoll, gestaltet von Massimo Vignelli bis zur experimentellen Neuinterpretation des Schriftsatzes in Form der Helvetica Lasso und Block von „Norm“ aus dem Jahr 2002. Hat man sich durch die unendliche Bandbreite zwischen Filmplakat und Briefmarken hindurch satt gesehen, ist man eingeladen, sich in die Snapshot-Sammlung kurioser Beispiele im öffentlichen Raum aus aller Welt zu vertiefen, die beweist, dass Helvetica jenseits professioneller Gestaltung auch auf der Straße angekommen ist.
Und wer Spaß am Rätsellösen hat, sucht nach den sieben Typobeispielen, die die Tochter des Herausgebers Lars Müller in die Helveticaflut gemogelt hat – jedenfalls ein Buch der Entdeckungen.
(Erwin Bauer)