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Young Chinese Artists. The Next Generation, Christoph Noe, Xenia Piech, Cordelia Steiner, Prestel Verlag 2009, engl., 295 S., zahlr. Farbabb., Euro 39,50

Plötzlich war die Landkarte der westlichen Kunst Richtung Osten erweitert, denn seit Mitte der 90er Jahre gehört die chinesische Kunst zum festen Bestandteil zeitgenössischer Ausstellungen. Getragen wird diese neue Kunstszene vor allem von jenen „Post-70s“-KünstlerInnen, die in den 1970er Jahren geboren sind - KünstlerInnen, die ihr Land nur als Gesellschaft im Wandel kennen, von der Agrar- in die Industriegesellschaft, von der vielköpfigen zur Ein-Kind-Familie, von der vormodern zur wirtschaftsliberaleren Politik – „a reality that influnces their education, their personality, their attitude and finally their art“. Die Autoren der vorliegenden Publikation allerdings schränken ihre Auswahl auf KünstlerInnen ein, die erst nach 1975 geboren wurden, kurz vor der „post-Mao-era“. Aber die einzelnen Positionen werden nicht unter gemeinsamen Aspekten subsumiert, sondern jede/r ausführlich auf 10 Seiten mit Abbildungen, Biographie, einem Erläuterungstext und einem kurzen Interview oder online-chat vorgestellt, dazu 7 kontexterklärende Essays. So ist „Young Chinese Artists“ ein perfektes Buch zum tieferen Verständnis der chinesischen Kunst.

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