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Robert Fleck, Die Biennale von Venedig. Eine Geschichte des 20. Jahrhunderts, Fundus Bücher Nr. 177, Philo Fine Arts, Hamburg 2009, 230 S., Euro 14,-

Weltweit gibt es über 150 Biennalen, mehr als die Hälfte davon national, gut 40 international bekannt. Aber keine kommt auch nur annähernd an den Ruhm der alleresten, bis heute wichtigsten Veranstaltung heran: an die 1894 gegründete Biennale Venedig. Das hängt sicher mit der reizvollen Stadt zusammen, aber auch mit der Menge an beteiligten Nationen, an aufgestellten Budgets, an hochqualitativen künstlerischen Beiträgen und dem enormen internationalen Presse-Echo. Umso erstaunlicher ist es, dass bisher außer dem wissenschaftlich-informativen Sammelband der ifa zum „Deutschen Beitrag zur Biennale Venedig“ kaum ein Buch dazu publiziert wurde. Jetzt hat Robert Fleck, einst Gegner der schwarzblauen österreichischen Regierung und dann von eben dieser zum Österreich-Kommissär angestellt, seine Menge von Informationen, Anekdoten und Geschichtlichem zur Biennale zusammengetragen und im kleinen Fundus-Band vorgelegt. Chronologisch sortiert, legt Fleck den Schwerpunkt auf die künstlerischen Beiträge, greift einige Höhepunkte wie Gustav Klimt 1910 – die erste white-cube-ähnliche Ausstellung der Kunstgeschichte – oder Robert Rauschenberg 1964 heraus und vermitteln einen unterhaltsamen Eindruck in die Geschichte dieser zentralen Ausstellung.

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